Reformation

Das achte Gebot

Du sollst nicht lügen!

Liebe Gemeinde!

Vielleicht ist es schon jemand aufgefallen, daß in der Reihe der zehn Gebote eigentlich eines fehlt, und zwar das Gebot, daß etwa lauten müßte: Du sollst nicht lügen. Denn das Gebot: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten", das verbietet nur die falsche Zeugenaussage eben gegen diesen Nächsten. Es lassen sich hieran nun einige Fragen knüpfen, durch die wir die Reichweite dieses Gebotes eingrenzen möchten, in denen wir erörtern, wann den unsere Rede "ja, ja und nein, nein" sein muß, und wann wir uns die Freiheit zu einer kleinen Lüge ruhig nehmen können. Wir können zum Beispiel fragen: Wer ist denn mein Nächster? So ist ja Jesus gefragt worden. Oder wir könnten fragen: Wann haben wir eigentlich geschworen, und welche Beteuerung, die wir in unserer Rede anwenden kommt einem Schwur gleich? Und auch so ist ja zu Zeiten Jesu gefragt worden. Der Herr Jesus Christus sagt das im 23. Kapitel des Evangelisten Matthäus selbst. Wenn da die Pharisäer und Schriftgelehrten sagten: "Wer da schwört bei dem Tempel, das gilt nicht. Wer aber schwört beim Gold am Tempel, der ist's schuldig. Wer da schwört bei dem Altar, das gilt nicht. Wer aber schwört bei dem Opfer, das darauf ist, der ist's schuldig." Zu solchen krausen Unterschieden kann man kommen, wenn man untersuchen will, was nun eigentlich falsch schwören heißt, wenn man das schlichte Gebot nicht anerkennt, daß unsere Rede 'ja, ja und nein, nein' sein soll.

Das achte Gebot verbietet also nur die falsche Aussage unter ganz besonderen Umständen. Es scheint, als kapitulierten selbst die zehn Gebote vor der übermacht der Lüge, als unternähmen selbst sie es nicht, jede Lüge zu verbieten und unter Strafe zu stellen. Sie ist ja die alltäglichste Sünde, die überhaupt vorkommt, eine Sünde, bei der man sich kaum noch etwas denkt. Und daher scheint sie uns auch harmlos zu sein, denn schließlich: Wer lügt nicht? Wenn wir eben alle lügen, dann ist ja kein Bester dabei.

Aber nun wollen wir unseren Herrn Jesus Christus sehen. Er hat nun auch dies Gebot, das nicht in der Reihe der zehn Gebote steht erfüllt. Das heißt mit anderen Worten: Er hat diese Gebote erst ganz und rund gemacht. Während das achte Gebot eine gewisse Beschränkung sich auferlegt, und an einer gewissen Unvollständigkeit leidet, hat der Herr Jesus Christus auch aus diesem achten Gebot eine runde und ganze Sache gemacht. das heißt: Das Gesetz erfüllen. Von ihm stammen die Worte: "Eure Rede sei ja, ja und nein, nein, und was darüber ist, das stammt vom Teufel". So müssen wir die Worte deuten, die wir gewöhnlich in unserer Lutherbibel lesen: "das ist vom Übel". Wir wollen auch daran denken, wie ernst gelegentlich auch die Lüge im neuen Testament genommen wird und erinnern uns an die Geschichte von Annanias und Saphira, die ja bei einer Lüge, weil sie Gott belogen haben, tot umfielen, so wie wir es in der Apostelgeschichte im 5. Kapitel lesen. Wir könnten nun auch da wieder eine Ausflucht benutzen und sagen: Ja, da steht ja auch ausdrücklich, daß sie nicht nur Menschen, sonder Gott belogen haben, und daß man daran tot umfällt, das kann man schließlich noch begreifen und verstehen. Ich frage aber dagegen: Wie viele müßten denn heute tot umfallen, weil sie Gott belogen haben? Ich denke an all die Gelübde und Versprechen, die ausgerechnet am Altare Gottes gegeben werden, bei der Taufe eines Kindes von den Eltern und Paten, oder bei der Konfirmation, oder bei der Trauung. Wenn wir an all den Gelübden tot umfielen, die wir am Altar abgelegt haben und die wir nicht hielten, dann weiß ich nicht, wie wenig unter uns am Leben blieben. Gerade die Geschichte von Annanias und Saphira schließt mit den Worten: "Es kam eine große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die solches hörten". Und daher meine ich, wir sollten uns vor der Lüge mehr fürchten, als bisher. Sie sei keine geringfügige Sache, sondern wir müssen sie so ernst nehmen, wie sie uns von dieser Geschichte von Annanias und Saphira dargetan wird, daß eine große Furcht von dieser weit verbreiteten Seuche der Lüge über uns alle kommt.

Woher kommt diese auffällige Verbreitung der Lüge? Unser Herr Jesus Christus deckt die Ursache schonungslos auf. Er sagt von sich selbst: "Ich bin aus der Wahrheit." Er sagt zu denen, die ihm zuhören: "Ihr seit von dem Vater, dem Teufel und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun, denn er ist ein Mörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben." Solche groben Worte, solche verletzenden Reden finden wir von seinem Munde, daß er den Teufel zu unserem Vater macht, weil wir nach unseres Vaters Art und Weise voll der Unwahrheit und voller Lügen sind. Für ihn ist eben die Lüge vom Bösen. Und wie sollte er den Bösen nicht dort angreifen, wo er sich am weitesten ausgebreitet hat und wo er seine Stellung am stärksten befestigte? Daher hat der Herr Jesus Christus nun auch dies Gebot zu seinem Abschluß und zu seiner Abrundung gebracht. Von ihm eigentlich stammt das  Verbot der Lüge.

Es ist erschreckend zu sehen, wie alle Dämme gegen die Lüge einreißen. Wir möchten ja gewiß gern einen gewissen Bezirk unserer Worte vor ihr retten und abgrenzen. Wir möchten gewissermaßen einen Boden gewinnen, auf dem wir mit unserem Wort sicher stehen könnten. Wir möchten sagen: "Von hier ab, von diesem Grenzstrich ab darf nicht gelogen werden". Da war in früheren Zeiten das Ehrenwort, aber wo sind schon heute die Ehrenmänner, die sich an ihr Ehrenwort absolut gebunden und verpflichtet fühlen? Das Ehrenwort ist viel zu oft unter uns missbraucht worden, als daß man ihm noch durchaus trauen könnte. Früher hat doch ein Mann seine Ehre verloren, wenn er das Ehrenwort brach. Heute kann man solche Dinge ungestraft tun, ohne von der menschlichen Gesellschaft in Acht und Bann getan zu werden. Dann war da früher der Eid, der bei Gott geschworen wurde. Aber wer fürchtet sich denn noch vor dem himmlischen Gott, daß er nun aus Furcht vor ihm einen wahren und aufrichtigen Eid schwört? Selbst der Richter weiß, daß er sich auf einen Eid nicht mehr absolut verlassen kann, und er sucht ihn deshalb nach Möglichkeit zu vermeiden und ohne Eide auszukommen. Es ist eben nur noch davon übrig geblieben, daß der Meineid strafbar ist, aber dazu muß eben erst bewiesen werden, daß ein Meineid geschworen worden ist. Vor dem allmächtigen Gott und seinen Strafen fürchtet sich ein Meineidiger kaum noch. Aber auch das ist kein wirksamer Schutz mehr.

Wo finden wir nun noch einen Bezirk, in dem die Wahrheit der Rede gilt? Sage niemand: Ohne Lüge geht es nicht! Es geht auch ohne Lüge. Vielleicht kennt einer die merkwürdige kleine Kirche der Mennoniten. Sie stammt ja aus der Zeit der Wiedertäufer. Damals, als die Wiedertäufer ihr Schreckensregiment in Münster aufrichteten und nach Gebühr bestraft worden sind, haben sich einige stille, gläubige Reste hier und da im Land erhalten, zum Teil auch hier im Rheinland. Sie existieren bis auf den heutigen Tag. Sie lehnen den Eid ab, Sie weigern sich, in irgend einer Form zu schwören. Aber man sagt auch bis auf den heutigen Tag von ihnen, so habe ich es noch in meiner Jugend gehört, daß ein Mennonit nicht lügt. Dann braucht er auch keinen Eid zu schwören, weil der Eid dann überflüssig ist. Oder ich will ein anderes Beispiel nennen. Ich habe nun sehr oft in meinem Leben mit Schulen und Schulklassen zu tun gehabt. Das gibt es immer wieder, daß eine Klasse ihre Ehre darin sieht, nicht zu pfuschen. Man meint, das Pfuschen in der Schule, das sei eine solche allgemeine Erkrankung, nie ausrottbar, mit der man eben rechnen müsse. Nun, es gibt auch Schulklassen, die einfach die Parole ausgegeben haben: Bei uns wird nicht gepfuscht. Und seht, diese Leute leben auch, sie leben sogar in Ehren, es geht ihnen nicht schlechter als anderen. Es geht eben doch ohne Lügen. Wenn wir Menschen werden, die aus der Wahrheit sind, dann können wir garnicht anders. Solange wir den Teufel, den Vater der Lüge, zu unserem Vater haben, ist es kein Wunder, daß wir dann sagen: Es geht nicht ohne Lüge. Sobald wir aber den Herrn Jesus Christus angezogen haben, sobald wir durch ihn Kinder Gottes geworden sind und gleich ihm aus der Wahrheit sind, dann geht uns die Lüge so sehr gegen den Strich, daß wir's am Ende garnicht mehr können.

Es gibt also doch Menschen, die das Lügen meiden, die auf die Lüge verzichten. Es gibt deren genau so, wie es andere Menschen gibt, die aus der Liebe sind, trotzdem die Welt voller Egoismus ist. Oder Menschen, die voll heiligen Geistes sind, trotzdem die Welt voll unheiligen Geistes ist. Aber es ist ein großes Geheimnis um solche Menschen. Kein Alter, keine Vernunft bringt das zuwege, kein guter Vorsatz macht uns frei von diesen Schwächen und Gebrechen, Unarten und Sünden, zu denen auch die Lüge gehört. Frei macht uns allein Jesus Christus. Wenn er uns frei macht, dann sind wir recht frei. Uns selbst befreien können wir auch in diesem Punkte nicht, sondern das kann nur mit der ganzen Macht des Herren geschehen, durch die er unser Leben erneuert. Das Geheimnis um solche Menschen nennt der Herr Jesus Christus "die Wiedergeburt eines Menschen". Daß heißt, daß wir durch unsere natürliche Geburt von dem natürlichen Vater aller Menschen abstammen, das heißt mit anderen Worten, so sagt unser Herr Jesus Christus, daß wir von unten her sind, von da, wo alles Böse und Niedere und Dunkle herkommt. Und dann sagt er uns: "Ihr müßt aber von neuem geboren werden" und dann sagen wir: "Wie mag solches zugehen?" So ist ihm schon von Nikodemus geantwortet worden, und Jesus sagt: Ja, ihr müßt geboren werden aus Wasser und Geist. Seht einmal, auch der Vollzug einer solchen heiligen Handlung wie der Taufe genügt alleine nicht, um einen neuen Menschen entstehen zu lassen. Er wird neu geboren aus Wasser und Geist. Erst dann wird der böse Geist ausgetrieben, erst dann hält der heilige Geist seinen Einzug, erst dann ist die Kette durchgeschnitten, die uns an den Vater der Lüge bindet, wenn wir einen neuen Vater in unserem Vater im Himmel bekommen haben, den Vater unseres Herrn Jesu Christi. Wer von ihm den heiligen Geist bekommen hat, der ist "von oben her", denn er ist in irgend einer Weise nun dem himmlischen Vater ähnlich, wie er früher dem Vater der Lüge ähnlich war. So meint unser Herr Jesus Christus auf der ganzen Linie den heiligen Geist, den er alleine geben kann, und mit dem es auch alleine geraten kann, daß wir den Kampf mit der Lüge überhaupt aussichtsreich beginnen und durchführen. Weil daher alleine unser Herr Jesus Christus die Macht hat, mit der Sünde, mit der Lüge zu brechen, und weil er alleine auch uns diese Vollmacht geben kann, daß wir mit der Lüge brechen, deshalb hat er auch das Recht, so schonungslos mit uns zu reden, denn er alleine weiß auch zu helfen. Wem geholfen werden soll, der wende sich an ihn. Das schonungslose Reden ist nämlich keine Kunst. Wenn man kein Mittel weiß, um zu helfen, dann ist es eine Grausamkeit, aber wer das Mittel in der Hand hat, mit dem geholfen werden kann, der darf auch schonungslos reden. Und deshalb kann unser Herr Jesus Christus so schonungslos gegen die Lüge auftreten, weil er die Macht hat, daß die Kraft der Sünde gebrochen wird, bei all denen, die sich von ihm erneuern lassen, bei all denen, die sich von dem Herrn Jesus Christus diese Wiedergeburt schenken lassen.

Diese Wandlung der Wiedergeburt fängt damit an, daß wir endlich einmal gegen uns selbst wahr und aufrichtig sind. Da sind wir bei dem alten Punkt, der uns schon so oft beschäftigt hat: Ist der Mensch von Natur gut oder böse? Sollen wir nun sagen, daß auch im schlechtesten Menschen ein guter Kern steckt, oder sollen wir sagen, daß auch der beste Mensch von Natur aus im Kern böse ist?

Liebe Freunde, was geht es mich und dich an, wie der Mensch ist. Für uns ist nur wichtig: Wie bin ich und wie bist du? Und nun bitte, höre auf, dich selbst zu belügen oder gar deinen Gott belügen und betrügen zu wollen, indem du hier das Mäntelchen der Scheinheiligkeit umhängst und doch irgendwie ansehnlich dahertreten willst. Wenn es einmal bei diesem inneren Punkt bei den Menschen wahr und klar wird, dann kann ihm geholfen werden, dann ist gewissermaßen der Lüge die Pfahlwurzel durchschnitten und dann muß sie absterben. Dann fängt ein solcher Mensch an, die Lüge in jeder Form zu hassen und dann wird er auf einmal empfindlich gegen alles, was Lüge heißt. Er wird von einer Empfindlichkeit gegen jede Art der Lüge, die er sich selbst vorher nie hat träumen lassen. Seht, daran liegt es, daß wir dem Herrn Jesus Christus einmal zugestehen: "Du redest wahr, du redest auch in diesem Punkte war, weil du uns auf den Kopf zusagst, Ihr seid vom Vater der Lüge, euer Vater ist der Teufel. Und dieser Wahrheit wollen wir uns beugen und dich bitten, mach uns anders als wir sind, nimm du den Kampf gegen unser ganzes Unwesen und unsere Unart auf." Wenn wir so einmal wahr gegen uns und wahr gegen Christus geworden sind, dann wird auch der Kampf gegen die Lüge siegreich geführt werden können. Das ist so wie bei einem Volksübel, wie bei einer Seuche, wenn alle Leute Ungeziefer haben, um einmal einen derben Vergleich zu gebrauchen, dann ist es natürlich gar nicht schlimm, wenn ich auch Ungeziefer habe. Wenn alle Kinder die englische Krankheit haben, dann fällt es gar nicht auf, wenn meine Kinder auch an der gleichen Krankheit leiden. Wenn alle Leute mit vierzig Jahren an der Tuberkulose sterben, dann würde es gar nichts bedeuten, wenn wir auch eines Tages in diesen Jahren an uns diese unheimliche Krankheit entdecken. Wir würden uns dann in unser Schicksal ergeben. Wer es aber nun einmal erfahren hat, daß es auch anders sein kann, daß man eben nicht Ungeziefer zu haben braucht, und daß die Kinder auch ohne die englische Krankheit groß werden können, und daß nicht alle Leute an Tuberkulose sterben müssen, der beginnt dann gegen diese Volksseuchen einen erbitterten Kampf. Und wir müssen doch zugeben, in diesen natürlichen Dingen unseres Leibes ist der Kampf von der Medizin mit großen Erfolgen geführt worden. Da will ich nun denen, die aus der Finsternis zum Licht gekommen sind, und die etwas davon gespürt haben, daß der Kampf gegen die Lüge nicht erfolglos ist, da will ich denen, die aus der Wahrheit sind, die da wiedergeboren sind, denen will ich einen guten Rat geben. Es gibt Menschen, die leiden an gewissen Krankheiten. Die müssen sich zum Beispiel vor jeder Erkältung hüten, weil sie zu Lungenentzündung neigen, die müssen vorsichtiger essen als andere, weil sie zu Magengeschwüren neigen. So gibt es Menschen, die neigen auch zu gewissen Sünden. Die müssen sich zum Beispiel ängstlich davon fern halten, daß sie lügen, daß sie unrecht Gut anfassen, daß sie in Jähzorn geraten. Die müssen weit vorsichtiger leben als andere, wie es auch ein Mensch tut, der die Neigung zu irgend einer Krankheit hat. So muß auch ein Mensch, der die Neigung zu irgend einer Sünde hat, in diesem Punkt ganz besondere Vorsicht und Achtsamkeit walten lassen. Und wir wollen die Lüge doch nicht wie irgend eine Kinderkrankheit nehmen, wie Scharlach, den man eben einmal überstanden hat und dagegen dann immun ist ein Leben lang, sondern wir wollen sie nehmen wie einen Punkt verminderter Widerstandsfähigkeit in unserem Leben, in unserem geistlichen Leben, gegen die wir nun mit aller Energie angehen müssen und vor dem wir uns mit aller Achtsamkeit und Behutsamkeit hüten und schützen müssen. Diesen Rat möchte ich allen geben, die gegen die Sünde in sich selbst Krieg führen wollen. Seit besonders empfindlich gegen die geringste Äußerung der Lüge, die ihr überhaupt bei euch entdecken könnt.

Es handelt sich ja nicht darum, daß wir eines Tages vor Gott treten können und ihm einen freien und einwandfreien Menschen vorweisen können, der nicht mehr lügt. Es handelt sich auch nicht darum, daß jemand aus dem Rest seines Lebens das relativ Beste gemacht hat, so gut es sich machen ließ, sondern es handelt sich darum, daß ein Mensch mit seiner Krankheit zum rechten Arzt geht, der alleine helfen kann, der auch seine Krankheit beim rechten Namen nennen kann, weil er in der Lage ist, ihn zu heilen. Es handelt sich darum, daß er zu dem Arzt geht, nach dessen Weisungen er sich nun richtet, damit ihm geholfen wird, um nicht wieder in die alte Krankheit und Ansteckung zurück zu fallen. Nehmt die Sünde als eine ansteckende Krankheit, aber nehmt die Sünde nicht als eine aussichtslose Sache, als könnte man sich vor dieser Ansteckung nicht hüten und sich nicht von dieser Krankheit freihalten. Der Arzt ist da, der den dem Tode verfallenen das Leben gibt. der Arzt ist da, der auch der Sünde den Kampf angesagt hat, und der den Kampf gegen die Sünde auch bei uns gewinnt.

Amen.