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11.  Thesen zum Gottesdienst *)

Im Jahr 1973 legte der Theologische Ausschuss der Evangelischen Kirche im Rheinland unter dem Vorsitz von Eberhard Bethge »Thesen und Fragen zum Gottesdienst und zu seiner Gestaltung« vor, zu denen die Kreissynoden Stellung nehmen sollten. Langensiepen schickte seine Bewertung des Fragebogens seiner Kreissynode Bad Godesberg im September 1973 zu. Er sei über den Fragebogen »ehrlich entsetzt«. Es waren dort verschiedene Antworten auf die Frage »Warum ich den Gottesdienst besuche« vorgegeben worden, von denen man die ankreuzen sollte, die man bejahte, also:

  • — »um mehr über Gott zu erfahren,
  • — um Gott zu danken, zu loben und zu bitten,
  • — um ruhiger, zufriedener, glücklicher zu werden
  • — um über den Sinn des Lebens nachzudenken
  • — um meine Lebenshaltung zu überprüfen
  • — um einen festen Halt zu bekommen
  • — um immer neu zu erfahren, wer mein Nächster ist«.

Langensiepen schrieb dazu, die Gründe, warum er den Gottesdienst besuche, seien hier überhaupt nicht zu finden. Nach dem Wichtigsten sei nicht gefragt worden. Er besuche den Gottesdienst,

  • — »weil ich erwarten darf, dass sich dort die Gemeinde der Heiligen versammelt,
  • — weil ich erwarten darf, dass ich dort die Verkündigung des Wortes Gottes in Vollmacht des Heiligen Geistes hören werde,
  • — weil ich im heiligen Abendmahl der Vereinigung mit der Gemeinde als dem Leibe Christi und mit dem Leibe Christi und mit Christus selbst als ihrem Haupt teilhaftig werde.

   *) van Norden, Biographie F. Langensiepen