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       2.   Sieben Thesen zur Theologie (1934)

  • Wir bekennen uns zu dem gekreuzigten und auferstandenen Juden Jesus von Nazareth; wir glauben, dass Er sei der eingeborene Sohn Gottes, der ewig war, ist und sein wird, der Christus.
  • Durch Ihn ist uns geoffenbart, dass diese Welt, sie tue Gottesdienst oder tue keinen, sie lebe sittlich oder unsittlich, unter dem Zorne und verdammenden Gerichte Gottes steht und nur durch göttliche Geduld aufgespart wird bis zur Vernichtung am jüngsten Tage.
  • Durch Ihn ist uns eine Erlösung von dieser Welt angeboten in der Hl. Taufe; im Glauben sind wir schon jetzt Bürger Seines kommenden Reiches.
  • Durch Ihn ist uns Anteil an Seinem himmlischen Wesen angeboten im Hl. Abendmahle; im Glauben sind wir schon jetzt Glieder Seines auferstandenen und himmlischen Leibes.
  • Durch Ihn ist uns Gemeinschaft im Hl. Geiste mit ihm und untereinander angeboten; im Glauben sind wir schon jetzt Seines Vaters Kinder, die Er Brüder nennt.
  • Durch ihn sind wir der Welt gestorben; im Glauben sind wir schon jetzt gerechtfertigt, ob wir gleich Sünder sind, wir leben ewiglich ob wir gleich sterben.
  • In dieser Welt aber halten wir uns für Gäste und Pilgrime; wir suchen ihr Bestes, weil sie uns eine Zeit lang Herberge gewährt; sie hat aber kein Teil an uns und wir nicht an ihr. Unser Bürgerrecht ist im Himmel«.